Achillessehnenbeschwerden

 

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Entzündungen


akute Achillessehnenentzündung

Ein oftmals unterschätzes Problem stellen Entzündungen im Bereich der Achillessehne dar. Ursachen sind meist Fehl- oder Überbelastungen, die sehr häufig Läufer, Jogger und Walker betreffen. Durch Veränderungen der Körperstatik, wie zum Beispiel X/O Beine (lat. genu valgum / genu varum), Fußsenkungen, Wirbelsäulenerkrankungen oder Schonhaltungen bedingt durch andere Schmerzlokalisationen kommt es zu unphysiologischen Belastungen, die durch häufige Wiederholungen zuerst zu Reizungen und später zu Entzündungen führen können.

Typischerweise klagen Betroffene am Tag nach ungewohnten oder zu hohen Belastungen über Schmerzen im Bereich der Achillessehne, die nach kurzer Erwärmung deutlich nachlassen. Kommen die Patienten anschließend zur Ruhe "kocht" die Entzündung vollends auf. Ab da ist eine lokale Verdickung im Bereich der Sehne oft schon tastbar.

An dieser Stelle wurde früher sehr oft eine Kortisoninjektion als Therapie angewandt, die zunächst auch überwältigende Ergebnise in Form von umgehender Schmerzfreiheit brachte. Mit zunehmender Zeit erlitten jedoch sehr viele so therapierten Patienten einen Achillessehnenriss, sodass heute orale Entzündungshemmer (zb. Diclofenac) oder injektion kortisonfreier Schmerzmittel in Verbindung mit einer Sportpause und physiotherapeutischer Behandlung als Mittel der Wahl angesehen werden.

chronische Achillessehnenentzündung

Diese Form der Reizung geht häufig aus der aktuen Form hervor, kann aber auch ohne vorherige Akutzeichen auftreten. Durch Überlastungen der Sehne in ihrem Gleitlager (Sehnenscheide) kommt es zu kleinen Verletzungen (Mikrotraumen), die anschließend schnell vernarben, jedoch eine Unebenheit zurücklassen. An diesen Stellen können zukünftige hohe Belastungen zu Entzündungen führen.
Tückischerweise braucht es nicht zwingend vorherige Symptome um sich direkt chronisch bemerkbar zu machen. Die Entzündung kann lange Zeit unbemerkt und schmerzfrei vorhanden sein und dadurch die Sehne schädigen, bevor es zum "Ausbruch" kommt. Eine Schädigung der Sehne führt dazu, dass kleinste Blutgefäße in die ansonsten Gefäßfreie Sehne einwachsen können und sie direkt von innen schwächen können.

Als erstes Symptom wird von den Meisten eine schmerzhafte Morgensteifigkeit der Sehne beobachtet, die es bei den ersten Schritten unmöglich macht bis zur Ferse abzurollen bishin zum reinen Gang auf den Zehen. Oftmals begleiten knisternde Geräusche (Krepitationen) oder auch papierriss ähnliche Geräusche die ersten Schritte.

Zu unterscheiden sind an dieser Stelle 2 Formen der Entzündungen

  • Tendinits - Entzündung der Sehne selbst
  • Peritendinitis - Entzündung des Sehnengleitgewebes

Zur Findung der Diagnose kann der Arzt oder Physiotherapeut durch spezielle Tests abklären, wo sich die Entzündung wirklich befindet und gezielt therapieren. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall geben Aufschluss über Lokalisation und Ausmaß der Schädigung.

 

Therapie

In Beiden Fällen kann man die ärztliche und therapeutische Therapie wie folgt unterstützen:

  • drastische Senkung der Belastung - Sportpause ..
  • Eisanwendung
  • keine flachen Schuhe tragen (mindestens weiche Sportschuhe, oder idealerweise mit leichtem Absatz)
  • bei anhaltenden Schmerzen kann eine Nachtschiene interessant sein, die den Fuß etwas nach oben zieht interessant sein
  • Oma's Hausrezept des Quarkwickels hat auch schon vielen meiner Patienten geholfen

Nach Abklingen der Schmerzen sollte sich unter Anleitung eines Physiotheapeuten ein spezielles Übungsprogramm anschließen um die geschädigte Sehne wieder zu glätten.

 


Wir geben Ihnen auf dieser Internetseite lediglich Informationen. Im Erkrankungsfall erspart dies keinen Arztbesuch!